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Die Macht des weißen heterosexuellen Mannes?

Die Männer sind doch immer an allem schuld, egal was passiert. Warum? Na weil Männer die Welt regieren, alles patriarchisch und egozentrisch regeln! Der weiße heterosexuelle Man ist das Endgegner der freien Welt und gehört bedingungslos bekämpft. Aber ist das denn so?

Regieren Männer denn wirklich überhaupt irgendetwas?
Schauen wir uns folgende Bereiche an: Politik, Wirtschaft, Familie, Finanzen und Medien.

1. Wir haben 194 Staaten auf der Welt. 194 Staatsober(männer), von denen etwa 120 männlich sind. Ca. die Hälfte von ihnen sind auch weiß, andere sind Asiaten, lateinischen, schwarz... Ein Paar der restlichen 60 sind auch homosexuell - also kommen wir auf etwa 58 weiße, heterosexuelle, männliche Staatsoberhäupter. Das sind 29%, nicht 100%.

2. Die britische Zeitschrift Forbes veröffentlicht jährlich die Liste der reichsten 1000 Bürger der Welt. Auf der Liste des Jahres 2015 waren ca 1/4 Frauen, weitere 500 waren Angehörige verschiedener Hautfarben (außer der weißen). Und natürlich addieren wir noch 3% Homosexuellen hinzu, so kommen wir auf 22% der weißen heterosexuellen, männlichen Oberreichen.

3. In der westlichen Hemisphäre bestimmen Frauen das Familienwesen. Sie entscheiden, wann die heiraten, wen, ob Kinder gibt oder nicht, ob sie heiraten oder nicht, wie Kinder heißen, was sie tragen, bestimmen die Erziehung der Kinder und zu guter letzt beenden sie die Beziehungen und Ehen in 80% der Fällen. Die Kinder bekommen Frauen auch in 100% der Fällen, Männer zahlen nur. In diesem Bereich haben weiße heterosexuelle Männer absolut gar keinen Einfluss.

4. Großunternehmen; hier müssten doch Männer punkten. Vertraut man Medien, werden Frauen aus den Führungsetagen doch regelrecht vertrieben. Nun ja, laut Medien. Bis 2013 waren nur ca 15% aller Manager in den Führungsetagen bei Großunternehmen weiblich. Das ist auch der Grund für die Frauenquote gewesen, laut der jetzt 50% der Stellen an Frauen vergeben werden müssen. In der mittleren Führungsebenen hat es aber schon wieder anders ausgesehen: es waren immerhin ca 40% der Frauen da. Hinzu kommt, dass längst nicht jeder der restlichen 60% auch weiß und heterosexuell ist. Gerade im mittleren Bereich werden viele Stellen outgesorced. Und so kommen wir dann insgesamt auf ca 40% der Stellen im mittleren und 70% im oberen Bereich des Management bei Unternehmen. Zugegeben, es ist viel, dennoch längst nicht alles.

5. Seit dem Jahr 2009 gibt es offiziell mehr Journalistinnen, als Journalisten, obwohl die meisten immer noch der Meinung sind, dass das nicht stimmt. Das wäre vielleicht auch die Erklärung, weswegen, laut Medien, die Männer absolut immer an allem Schuld sind. Die Zahlen sind mir nicht genau bekannt, aber ich rechne einfach mit 40% der weißen heterosexuellen Männern.

Mit einer einfachen mathematischen Berechnung komme ich auf durchschnittlich 27,2%. Die Zahl ist natürlich strittig, sie bezieht viele Aspekte nicht mit ein; man könnte auch Branchen, wie Bankwesen, Wissenschaft, Sport, Filmwesen, Musik, Kunst mit beziehen. Die Zahl sollte dennoch verdeutlichen, dass Männer (vor allem heterosexuelle weiße) schon lange nicht mehr das meiste Sagen haben, aber dennoch in allem beschuldigt werden. Der weiße heterosexuelle Mann ist der Endgegner von allen, obwohl er längst kein Machthaber mehr ist. Das Bild des "bösen weißen heterosexuellen patriarchalen rechthaberischen alleinherrschenden Mannes" ist so fest manifestiert, dass er von allen Seiten gleichzeitig bekämpft wird; ja sogar von den besagten Personen von  einander.

16.6.16 14:18

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