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Ich werde immer ein Häufchen Elend sein


Ich beneide Deutschen; extremst. Sie achten auf nichts und müssen keine moralischen Entscheidungen treffen. Sie leben vor sich hin, können alles tun was ihnen einfällt und dann auch noch herablassend auf alle schauen. Und auch wenn sie nicht sonderlich gut da stehen, können sie jederzeit Individuen darin beschuldigen und wieder gut da stehen. Ich hingegen habe gelernt, meine Persönlichkeit durch meine Herkunft zu definieren und leide dadrunter sehr stark. Denn völlig egal, was passiert, bin ich ein Spiegel dessen Misserfolges, den meine Heimat hat.

Völlig egal, was Menschen in meiner Heimat machen, es werden ausschließlich nur negative Sachen berichtet. Eigentlich verständlich: wer will schon nur positive Sachen aus dem Ausland hören und negative über sich – andersrum ist besser. Lass uns mal nur Mist aus dem Ausland berichten und nur tolle Sachen über sich selbst.

Dennoch fühle ich mich schlecht, egal was ich mache. Ich bleibe ein Spiegel meiner Heimat, das permanent beschmutzt wird. Immer wieder fühle ich mich minderwertig; was in meiner Heimat ein typischer Syndrom ist: das Minderwertigkeitssyndrom. Dieser Syndrom wurde uns durch 350 Jahre Unterdrückung und Unterjochung durch Russland anerzogen. Wir werden so erzogen, dass wir fest dran glauben, dass wir ein minderwertiges Volk sind, das nichts kann.

Und auch wenn ich alle diese Faktoren verstehe, lässt es mich nicht los, dass meine Heimat ein Häufchen Elend ist, dass ich ein Häufchen Elend bin, dass es nie anders sein wird.


13.6.16 13:06

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