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Warum Manimalismus keine vernünftige Lebensweise ist

Ich habe vor einiger Zeit mich zum ersten Mal mit Minimalismus beschäftigt. Eine Doku hat mich auf diesen Gedanken gebracht: weniger ist mehr. Wir horten über das ganze Leben zu viel, was wir nicht brauchen und was uns nicht nützlich ist; brauchen größere Wohnungen für den Rümpel und müssen mehr bezahlen, um etwas aufzubewahren was wir nicht benötigen. Wäre es nicht sinnvoll, alles loszuwerden? Klingt gut. Habe ich auch angefangen, meinen Rümpel auszusortieren, gute Sachen bei eBay zu verkaufen und schlechte Sachen wegzuwerfen. Viele konsequente Minimalisten besitzen gerade mal 100 - 200 Gegenstände. Ein Normalbürger besitzt 10 000 Sachen. Ich habe ca. 5000. Und mache haben auch 20 000 - 50 000. Das ist mehr als notwendig.Aber nach einer Reihe von Überlegungen habe ich festgestellt, dass es doch keine vernünftige Lebensweise ist. Und die Gründe sind:

1. Unser Wirtschaftssystem basiert auf dem Kaufkraft. Der potentielle BIP wächst mit dem Konsum und der Gewinn wird weiterhin investiert, um weitere Anschaffungen zu tätigen; ein Kreislauf von Waren und Dienstleistungen. Der Minimalismus unterbindet das.

2. Es ist nicht naturverträglich. Viel denken: weniger kaufen - Natur schonen. Stimmt in der Theorie. Aber wer seine Rümpelkammer entrümpelt, schmeißt alles weg oder verkauft. Macht keinen Unterschied: die Sachen sind bereits produziert und gekauft.

3. Du entrümpelst deinen Schrank, Wohnung, Auto, Garage. Aber dein Balast, der dich erdrückt ist dein innerer Balast. Den kannst du nicht durch das wegwerfen der Sachen bereinigen - eine psychische Entlastung muss her.

4. Du kannst ansehen verlieren, weil Menschen andere nach ihrem Wohlstand beurteilen. Du könntest unter Umständen auch deinen Job verlieren, wenn dein Chef merkt, dass du im selben Hemd seit Monaten rumläufst (nach dem Motto: warum zahle ich dir Geld, damit du wie ein Obdachloser rumläufst)

Alles in einem: Konsum muss nachhaltig sein; Minimalismus bietet es nicht wirklich. Ich denke, dass Sachen so lange wie möglich benutzen, eine bessere Alternative bietet, als sie wegzuwerfen und sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Aber im Grunde müssen wir uns selber entscheiden, wie wir leben. Solange unser Planet existiert, werden sich die meisten nicht einschränken. Das wird erst dann passieren, wenn es schon zu spät ist.

4.6.16 13:54

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